Modular aufgebaute Drucktransmitter in Bremssystemen

Der Technologieführer bei Schleppern - die AGCO GmbH mit ihrer Premiummarke Fendt - setzt jetzt auch in den pneumatischen und hydraulischen Bremsanlagen seiner Großtraktoren Drucksensoren aus dem M01-Baukasten der Sensor-Technik Wiedemann GmbH (STW) ein.

Die technischen Anforderungen sind hoch. Besonders in Bremssystemen ist ein Verlust der Genauigkeit, ein Funktionsausfall der Druckmessung oder sogar ein Bruch eines Drucksensors nicht akzeptabel. Aus Sicht der funktionalen Sicherheit besteht mindestens die Anforderung nach Performance Level c (Pl c). Dazu gehört auch die ausgeprägte Fähigkeit der Selbstdiagnose, die im sogenannten „Diagnostic Coverage“ ausgedrückt wird. Der im Fendt-Schlepper verwendete M01-Sensor erkennt mehr als 70 % der möglichen Fehler und erreicht eine mittlere Zeit bis zum gefahrbringenden Ausfall (MTTFd) von mehr als 250 Jahren.

Der Drucksensor ist an den Druckleitungen des Bremssystems montiert und dadurch dauerhaften Verschmutzungen, Salzwasser, großen Temperaturschwankungen und starken Vibrationen direkt ausgesetzt - trotzdem misst er den Druck mit einer Genauigkeit von +/-1 % oder besser.

Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit, auch unter extremen Bedingungen, sind unverzichtbar und kennzeichnen sowohl die Komponente Drucksensor wie auch das Gesamtprodukt: den Schlepper.

Aufgrund der Verwendung in verschiedenen Schlepper-Modellen - mit pneumatischen wie auch hydraulischen Bremssystemen - sind unterschiedliche Druckbereiche, Druckanschlüsse, Ausgangsstecker und -signale notwendig. Identische Komponenten sind aus diesen Gründen nicht nutzbar. Diese Tatsache und zusätzliche wirtschaftliche Faktoren gaben den Ausschlag, sich bei der AGCO Fendt GmbH für das M01-Baukastensystem zu entscheiden. Hier und bei anderen sicherheitsrelevanten und anspruchsvollen Anwendungen bietet modular aufgebaute Sensorik erhebliche Vorteile.